Store Manager
Store Manager ist die englische Bezeichnung für die Leitung einer Verkaufsstelle und beschreibt in den meisten Anzeigen dieselbe Aufgabe wie Filialleiter.
25 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Store Manager verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 3.000 € | 3.400 € | 3.900 € | 40.800 € | |
| Mit Berufserfahrung | 3.700 € | 4.300 € | 4.900 € | 51.600 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 4.600 € | 5.400 € | 6.500 € | 64.800 € |
Die Spanne folgt derselben Logik wie beim Filialleiter, liegt bei internationalen Ketten im Durchschnitt aber etwas höher, weil die Flächen größer sind und variable Anteile dazukommen. Entscheidend sind Umsatz und Quadratmeter des Stores, die Teamgröße und die Lage; Prämien hängen an Umsatz, Umwandlungsquote und Inventurergebnis. Eine Tarifbindung besteht in diesen Häusern meist nicht, verhandelt wird individuell. Zuschläge für Umzug und Wohnkosten kommen vor, wenn eine Leitung an einen teuren Standort wechselt.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Store Manager?
Ein Store Manager leitet eine Verkaufsstelle mit eigenem Umsatzziel, eigenem Team und eigener Fläche. Fachlich ist das die Aufgabe eines Filialleiters, und es wäre unredlich, einen Unterschied zu behaupten, der in den Anzeigen nicht steht. Was sich unterscheidet, ist der Absender. Die Bezeichnung steht fast durchgängig in Unternehmen mit englischer Konzernsprache: internationale Modeketten, Sportmarken, Elektronikanbieter, Marken mit eigenen Flagship-Flächen, Outlet-Center und Franchisenehmer amerikanischer und skandinavischer Ketten. Mit der Sprache kommen deren Steuerungsgewohnheiten. Gearbeitet wird mit Kennzahlen wie Umwandlungsquote, Bon je Kunde, Umsatz je Quadratmeter und Personalstunden im Verhältnis zum Umsatz, die häufig täglich aus der Zentrale zurückgespiegelt werden. Die Berichtslinie führt oft an einen Area Manager im Ausland, Vorgaben zu Ladenbild, Warenaufbau und Kundenansprache sind detailliert und werden durch Besuche und Auditlisten überprüft. Dazu kommen Dienstplan, Kassenverantwortung, Warenannahme, Inventur, Diebstahlprävention und die Einarbeitung eines Teams, das in dieser Handelsform besonders jung ist und besonders häufig wechselt.
Wie wird man Store Manager?
Die Wege gleichen jenen des Filialleiters. Üblich ist die Ausbildung zum Kaufmann im Einzelhandel, oft folgt eine Zeit als Verkäufer, Teamleitung, Supervisor oder Assistant Store Manager. Internationale Ketten besetzen aus dem eigenen Bestand und befördern schnell, verlangen dafür aber Umzugsbereitschaft, weil eine freie Fläche in einer anderen Stadt liegt. Ein Studium der Betriebswirtschaft oder des Modemanagements ist verbreitet, jedoch selten Bedingung. Was fast immer verlangt wird, ist Englisch in ausreichender Sicherheit für Berichte, Schulungen und Gespräche mit der Zentrale. Der Quereinstieg aus Gastgewerbe, Hotellerie und Dienstleistung ist gängiger als im deutschen Fachhandel, weil in diesen Häusern Auftreten, Tempo und Belastbarkeit stärker zählen als ein bestimmter Abschluss.
Was der Beruf verlangt
Präsenz auf der Fläche und Ruhe unter Beobachtung. Die Steuerung ist engmaschig, Zahlen kommen kurzfristig, und Erklärungen für einen schwachen Tag werden verlangt, auch wenn die Frequenz der Lage geschuldet ist. Die Arbeitszeit richtet sich nach den Öffnungszeiten von Einkaufszentren und Innenstadtlagen, also nach Abenden und Samstagen, und die Wochen um Saisonwechsel, Rabattaktionen und Weihnachten sind bestimmend. Die Fluktuation im Team ist hoch, Einarbeitung daher eine Dauertätigkeit. Verlangt werden Genauigkeit in Kasse und Bestand, ein festes Auftreten in Beschwerdegesprächen und Fremdsprachenkenntnisse, die für Berichte und Videokonferenzen ausreichen.
Aussichten
Die Nachfrage bleibt bestehen, weil internationale Ketten in Deutschland weiter Flächen betreiben und ihre Leitungspositionen häufig neu besetzen müssen. Gleichzeitig werden Flächen geschlossen, wenn eine Marke sich aus einem Markt zurückzieht, und dann endet die Stelle mit dem Standort. Wege nach vorn führen zum größeren Store, zum Area oder District Manager mit mehreren Häusern, in das Retail Operations einer Landesgesellschaft oder in den Vertrieb einer Marke. Der Wechsel zu einem deutschen Filialisten ist unproblematisch, weil die Aufgabe dieselbe ist, und ändert oft nur die Bezeichnung auf der Visitenkarte.
Aufgaben
- Die Verkaufsfläche führen und das Umsatzziel verantworten
- Kennzahlen wie Umwandlungsquote und Bon je Kunde steuern
- Personalstunden planen und im Verhältnis zum Umsatz halten
- Team einstellen, einarbeiten und laufend schulen
- Vorgaben zu Ladenbild und Warenaufbau umsetzen
- Kasse, Bestand, Inventur und Diebstahlprävention verantworten
- An die regionale Leitung berichten und Audits begleiten
- Beschwerden und Reklamationen abschließen
Voraussetzungen
- Abgeschlossene kaufmännische Ausbildung oder gleichwertige Verkaufserfahrung
- Führungserfahrung auf einer Verkaufsfläche
- Englisch in ausreichender Sicherheit für Berichte und Schulungen
- Sicherer Umgang mit Kennzahlen der Flächensteuerung
- Bereitschaft zu Abend- und Samstagsarbeit
- Ortsflexibilität innerhalb des Filialnetzes
Wo man arbeitet
- Modefiliale einer internationalen Kette
- Flagship Store einer Marke
- Fläche in einem Einkaufszentrum
- Outlet-Center
- Elektronik- oder Sportfachmarkt
- Franchisebetrieb einer internationalen Kette
Der Weg in den Beruf
Der Weg entspricht dem des Filialleiters: dreijährige Ausbildung zum Kaufmann im Einzelhandel oder vergleichbare Verkaufserfahrung, danach Stationen als Supervisor oder Assistant Store Manager. Internationale Ketten qualifizieren intern über eigene Retail-Akademien und befördern aus dem eigenen Bestand. Ein Studium der Betriebswirtschaft, des Handels- oder Modemanagements ist verbreitet, aber selten Bedingung; Englisch wird dagegen fast immer verlangt.
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