Bereichsleiter
Bereichsleiter führen einen abgegrenzten Ausschnitt eines Unternehmens mit eigenem Budget und mehreren nachgeordneten Teams oder Leitungen.
124 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Bereichsleiter verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 4.200 € | 5.200 € | 6.500 € | 62.400 € | |
| Mit Berufserfahrung | 5.800 € | 7.200 € | 9.000 € | 86.400 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 8.000 € | 10.000 € | 13.500 € | 120.000 € |
Für keine andere Bezeichnung dieses Portals ist eine Spanne so wenig aussagekräftig, weil der Bereich im einen Haus eine Warengruppe und im anderen mehrere Einrichtungen mit dreistelliger Beschäftigtenzahl umfasst. Maßgeblich sind Zahl der geführten Beschäftigten, Höhe des verantworteten Budgets, Branche und Tarifbindung. In tarifgebundenen Häusern liegt der feste Anteil höher und der variable niedriger als in der Privatwirtschaft ohne Tarif. Die Werte hier bilden eine mittlere Größenordnung über alle Zuschnitte ab.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Bereichsleiter?
Es ist die häufigste Führungsbezeichnung in Stellenmärkten und zugleich die unschärfste. Ein Bereich ist ein Ausschnitt des Unternehmens, und wie dieser Ausschnitt geschnitten wird, entscheidet jedes Haus selbst. Im Einzelhandel verantwortet der Bereichsleiter eine Warengruppe wie Frische, Trockensortiment oder Non-Food, entweder innerhalb eines großen Marktes oder über mehrere Märkte hinweg; dann geht es um Sortiment, Verfügbarkeit, Inventurdifferenz, Personaleinsatz und Umsatz je Fläche. In der Industrie ist der Bereich ein Werksabschnitt, etwa Logistik, Instandhaltung oder ein Teil der Fertigung; dann zählen Durchsatz, Termintreue, Qualität und Kosten. In der Sozialwirtschaft umfasst ein Bereich mehrere Einrichtungen oder Dienste eines Trägers samt ihren Einrichtungsleitungen; dann geht es um Belegung, Personalgewinnung, Qualitätsprüfungen und Verhandlungen mit Kostenträgern. In Banken, Versicherungen und Verwaltungen ist der Bereich eine Fachabteilung der Zentrale, und in der Gebäudedienstleistung bündelt er mehrere Objekte mit ihren Objektleitungen. Gemeinsam ist allen Zuschnitten dreierlei: Personalverantwortung für mehrere Teams oder nachgeordnete Leitungen, ein eigenes Budget und eine direkte Berichtslinie zur Geschäftsführung. Nicht gemeinsam ist alles andere, und deshalb ist die Aufgabenbeschreibung einer Anzeige aussagekräftiger als ihr Titel.
Wie wird man Bereichsleiter?
Aus der Ebene darunter, meist im eigenen Haus. Im Handel führt der Weg über eine Ausbildung im Einzelhandel, Stationen als Substitut und Abteilungsleitung und häufig eine Marktleitung. In der Industrie sind ein Studium oder Meister- und Technikerabschluss mit Gruppen- und Abteilungsleitung üblich. In der Sozialwirtschaft stehen ein Fachberuf, ein Studium im Sozial- oder Pflegemanagement und eine Einrichtungsleitung am Anfang. In Zentralfunktionen zählt die Fachkarriere mit Studium und Projektverantwortung. Ergänzt wird das überall durch Weiterbildungen in Führung, Arbeitsrecht und Controlling; in größeren Häusern ist ein berufsbegleitendes Managementstudium verbreitet.
Was der Beruf verlangt
Bereichsleitungen sind meist leitende Angestellte im Sinne des § 5 BetrVG, also entweder zur selbständigen Einstellung und Entlassung berechtigt, mit nicht unbedeutender Prokura oder Generalvollmacht ausgestattet oder mit Aufgaben betraut, die für den Bestand des Unternehmens Bedeutung haben und im Wesentlichen weisungsfrei wahrgenommen werden. Daran hängen Folgen: Nach § 18 ArbZG gilt das Arbeitszeitgesetz für sie nicht, und nach § 14 KSchG braucht der Arbeitgeber für einen Auflösungsantrag keine Begründung. Eine persönliche Haftung wie beim Organ gibt es nicht, wohl aber Aufsichtspflichten, deren Verletzung § 130 OWiG ahndet, und die schriftliche Übertragung von Arbeitsschutzpflichten nach § 13 ArbSchG. Praktisch verlangt die Rolle vor allem, zwei Richtungen auszuhalten: Ziele von oben, Wirklichkeit von unten, und dazwischen eine Matrix, in der fachliche und disziplinarische Linien auseinanderfallen.
Aussichten
Weil es die häufigste Rolle ist, ist sie auch die beweglichste. Bereichszuschnitte werden bei jeder Reorganisation neu gezogen, und der eigene Bereich kann dabei verschwinden, wachsen oder mit einem anderen verschmelzen; Zwischenebenen geraten in Sparrunden regelmäßig zuerst in den Blick. Wer dagegen belegen kann, welche Kennzahlen sich unter seiner Führung wie entwickelt haben und wie er Personal gewonnen und gehalten hat, wechselt vergleichsweise leicht die Branche, gerade weil der Zuschnitt ohnehin überall anders ist. Die Wege nach vorn führen in eine Geschäftsführung, in eine Werk- oder Standortleitung oder in eine Regionalverantwortung über mehrere Einheiten.
Aufgaben
- Einen abgegrenzten Unternehmensbereich fachlich und personell führen
- Budget, Kosten und Kennzahlen des Bereichs verantworten
- Team- und Einrichtungsleitungen auswählen und entwickeln
- Ziele aus der Unternehmensplanung herunterbrechen und nachhalten
- Prozesse im Bereich gestalten und Standards durchsetzen
- Mit angrenzenden Bereichen in der Matrix abstimmen
- Arbeitsschutz und Aufsichtspflichten im Bereich sicherstellen
- Der Geschäftsführung regelmäßig berichten
Voraussetzungen
- Mehrjährige Führungserfahrung in der Ebene unterhalb der Bereichsleitung
- Branchenüblicher Abschluss: Studium, Meister, Techniker oder Fachwirt
- Sicherheit in Budgetplanung, Kennzahlen und Personalarbeit
- Kenntnisse im Arbeitsrecht und im Umgang mit dem Betriebsrat
- Fähigkeit, in einer Matrix ohne durchgehende Weisungsbefugnis zu führen
- Bereitschaft zu Reisen, wenn der Bereich mehrere Standorte umfasst
Wo man arbeitet
- Handelsunternehmen und Filialbetriebe
- Industrie- und Produktionsunternehmen
- Träger der Sozial- und Gesundheitswirtschaft
- Zentrale von Banken, Versicherungen und Verwaltungen
Der Weg in den Beruf
Der Weg richtet sich nach der Branche. Im Handel führt er über eine Ausbildung im Einzelhandel, Substitut, Abteilungs- und Marktleitung, in der Industrie über ein Studium oder den Meister beziehungsweise Techniker mit Gruppen- und Abteilungsleitung, in der Sozialwirtschaft über einen Fachberuf, ein Studium im Sozial- oder Pflegemanagement und eine Einrichtungsleitung, in Zentralfunktionen über eine Fachkarriere mit Studium. Weiterbildungen in Führung, Arbeitsrecht und Controlling sind überall üblich, in größeren Häusern auch ein berufsbegleitendes Managementstudium.
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- Monatsbrutto
- 4.000 – 11.500 €
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- 3
- Monatsbrutto
- 4.600 – 14.000 €
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Geschäftsführer leiten eine GmbH als bestelltes Organ, vertreten sie nach außen und haften dafür persönlich.
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- 95
- Monatsbrutto
- 5.500 – 25.000 €
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Regionalleiter führen die Leitungen mehrerer Standorte einer Region und verantworten deren Ergebnis, ohne selbst an einem davon zu sitzen.
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- 35
- Monatsbrutto
- 4.400 – 13.500 €
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